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Was mich motiviert und inspiriert

Ein wunderbares Erlebnis an einem normalen Freitag

Mich motivieren nicht unbedingt die großen Dinge.
Keine Bestsellerlisten. oder Preisverleihungen. Keine perfekten Social-Media-Zahlen.

Manchmal ist es ein einziger Satz.

Heute war ich im Peiner Land unterwegs, um Flyer und Plakate für unsere kommenden Lesungen zu verteilen. Mit einem Stapel Flyer in der Hand und diesem leichten Herzklopfen, das ich immer habe, wenn ich ein Geschäft betrete und frage:
„Darf ich Ihnen etwas dalassen?“

In einer Tankstelle kam ich mit der Verkäuferin ins Gespräch. Ich fragte sie, ob sie gern liest.

Ihre Antwort kam sofort:

„Ich kann auf alles verzichten, nur nicht aufs Lesen.“

Dieser Satz hat mein Autorinnenherz höher schlagen lassen.

Nicht: „Wenn ich Zeit habe.“
Nicht: „Ab und zu.“
Sondern: Nicht aufs Lesen verzichten.

Und dann sagte sie noch, sie würde uns als Autor*innen gern unterstützen wollen. Gemeint ist der Autorenkreis Peiner Land, für den ich die Flyer austrage. Termine und Neuerscheinungen sollen die Menschen erfahren.

Mehr braucht es nicht.

Literatur lebt mitten im Alltag

Wir Autor*innen schreiben oft allein.
Am Schreibtisch.
Quälen uns mit Selbst- Zweifeln, Korrekturschleifen und dem Gedanken: Wird das jemand lesen wollen?

Bis man dann plötzlich zwischen Zapfsäule und Zeitschriftenregal steht und merkt:
Lesen ist für manche Menschen kein Zeitvertreib. Es ist ein Bedürfnis.

Auch im nächsten Geschäft wurde ich freundlich begrüßt. Man hörte mir zu, als ich von der nächsten Lesung erzählte. Man nahm die Plakate an. Fragte nach dem neuen Buch. Es war echtes Interesse. Kein schnelles Abwinken.

Dieses Zuhören hat mich getragen.

Begegnungen, die Kraft schenken

Zuhause angekommen, habe ich an zwei Projekten gleichzeitig gearbeitet. Kapitel überarbeitet. Neue Szenen geschrieben. Gedanken sortiert. Figuren weitergedacht.

Und ich war voller Energie.

Es sind diese Begegnungen im Peiner Land, die mich inspirieren.
Die Gespräche und das Gefühl , dass Geschichten hier einen Platz haben.

Literatur entsteht am Schreibtisch.
Aber sie lebt im Gespräch.

Und vielleicht ist genau das mein Antrieb:
Zu wissen, dass irgendwo im Alltag jemand steht und sagt:
„Ich kann auf alles verzichten, nur nicht aufs Lesen.“

Dafür schreibe ich gern.



Foto :sgrt

Wie ist das bei dir?

Mich interessiert:
Wo begegnet dir Literatur im Alltag?
Gab es einmal einen Satz oder eine Begegnung, die dich inspiriert hat?
Schreib es mir gern in die Kommentare.

Herzlich!
Silke

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