
„Zeit ist ein Gesicht auf dem Wasser.“ Stephen King
Quelle: https://beruhmte-zitate.de/themen/wasser/
„Geschichten beginnen selten mit der ersten Zeile“
Warum mich Wasserfrauen nicht loslassenn
Wenn ich Geschichten schreibe, denke ich an meine Leserinnen. Ich sehe sie vor mir. Menschen, die sich in Figuren wiederfinden möchten, ohne dass diese perfekt sein müssen. Vielleicht entsteht genau deshalb Nähe. Nicht, weil meine Figuren Heldinnen sind, sondern weil sie stolpern, zweifeln, schweigen oder zu spät reagieren. Weil sie den echten Menschen manchmal ähnlicher sind als den starken Frauen aus Hochglanzgeschichten. Ich nenne sie Wasserfrauen, keine Meerjungfrau und auch keine Nixe sondern Wasserfrauen, wenn sie aus dem Brunnen, in den sie gefallen sind allein nach oben kommen.
Wie aus einer Idee eine Geschichte wird
Eine Kurzgeschichte entsteht nie aus dem Nichts. Sie ist meist schon in mir angelegt. Mal schreibe ich sie in zwei Stunden runter, mal brauche ich Monate, um endlich das richtige Ende gefunden zu haben. Ideen finde ich überall. Bei der Arbeit, im Garten, im Gespräch, beim Lesen.Es kommt darauf an, ob die Idee einen ausgefeilten Text trägt. Manchmal ist es wirklich nur ein Gedanke, der nicht näher ausgeführt werden kann. Denn dann brauche ich Menschen, Figuren mit Charakter mit einem Ziel, mit Konflikten und Lösungen. Manche Figuren tauchen wie aus dem Nichts auf, andere traf ich im Café.
Die leisen Töne interessieren mich mehr.
Es sind die leisen Geschichten, die mich inspirieren

Darum erschien wieder ein Buch mit leisen Geschichte ohne große Heldensage. Ich nannte es „Wasserfrauen, die nicht untergehen“ ISBN: 978-3-565553-0802. Ich widme es allen Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen, die nicht untergehen, auch wenn das Wasser bis zum Hals steht.

Viel Spaß beim Lesen und Verschenken!